Seminar an der Universität Erfurt

Wintersemester 2019-2020.

Unten sind neue Unterlagen und Stoffe zum dritten Block zu finden!!!

Titel:
Korpuslinguistik und Pressediskursanalyse. Empirische Methoden als Zugang zu Positionen, Intentionen und Strategien von Diskursakteuren

Tag Zeitpunkt Raum
18. 10. 2019. Freitag 14.00 bis 18.00
08. 11. 2019. Freitag 14.00 bis 20.00
09. 11. 2019. Samstag 9.00 bis 15.00  
29. 11. 2019. Freitag 14.00 bis 20.00  
30. 11. 2019. Samstag 9.00 bis 15.00  


Thematik und Literatur werden im ersten Seminar verteilt. Referatthemen werden im ersten Seminar besprochen.

Downloads:

Thematik und Literaturliste

Skript: Erster Teil

Beispiel_Rundfunkdiskurs_2Weltkrieg

Stoffe zum zweiten Block (8-9.11.2019):

Ich bitte Sie, zuerst für sich selbst eine kurze Zusammenfassung der ersten einführenden Veranstaltung zu machen: Was ist ein Diskurs überhaupt? Wie ist das Verhältnis des Textes zum Diskurs? Wie kann man mit Hilfe einer Textanalyse (bzw. der vergleichenden Analyse mehrerer Texte) Erkenntnisse über die im Hintergrund stehende soziale Wirklichkeit gewinnen? Wie kann man Positionen von Diskursakteuren ermitteln? Wie beziehen sich die Diskursakteure aufeinander?

Im zweiten Block wird die Arbeit an einer größeren Textmenge, d.h. an einem Textkorpus geübt. Dazu können Sie vom Internet das Konkordanzprogram AntConc herunterladen: https://www.laurenceanthony.net/software/antconc/

Die Arbeit am Korpus wird anhand der Plenarsitzungsprotokolle des Deutschen Bundestags aus dem Jahr 2003 geübt. Das Korpus finden Sie hier.

Ferner wird im Seminar auch ein Zeitungskorpus zum Diskurs über die Berliner Mauer dargestellt. Ausgewählte Ausschnitte aus diesem Korpus können Sie hier herunterladen. Zum Auspacken der zip-Datei benötigen Sie das Passwort erfurt.

Stoffe zum dritten Block (29-30. 11. 2019)

Machen Sie als Vorbereitung wieder eine kurze Zsammenfassung der bisher besprochenen Themen!

Im Vordergurnd des zweiten Blocks stand die Ermittlung von Perspektiven in einem Diskurs. Als Beispiel wurde der Mauer-Diskurs gewählt.

Was für verschiedene Perspektiven konnten wir unterscheiden? Wie hängen die ermittelten Perspektiven mit den jeweiligen Diskursakteuren zusammen? Wie können diese Perspektiven sprachlich ermittelt werden (z.B. unterschiedliche Problematisierungen; Thematisierungen; Wiederholungen; emotive/expressive Ausdrücke; Fokussierungsmerkmale)? Was bedeutet, dass Fakten nicht eo ipso vorhanden sind, sondern durch die diskursiven Handlungen der Diskursakteure festgesetzt werden? Worin besteht der Unterschied zwischen Daten und Fakten (im Modell von Ekkehard Felder)? Was sind agonale Zentren im Diskurs?

Ferner haben wir im zweiten Block auch korpuslinguistische Zugänge zur Diskursanalyse überblickt. Wie können diskursspezifische Kookkurrenzen bzw. Schlüsselwörter quantitativ ermittelt werden? Wie kann man Diskursthemen in einem Großkorpus identifizieren, ohne die Texte einzeln zu lesen?

Im dritten Block werden wir zunächst über das Problem der Repräsentativität sprechen. Wie, nach welchen Kriterien können Texte ausgewählt werden, die für einen Diskurs repräsentativ sind? Wie kann intuitiv und qualitativ bzw. quantitativ gearbeitet werden? Wie ergänzen die beiden Methoden einander? Anschließend wird ein Diskursanalysemodell behandelt, das für die qualitative Analyse erstellt wurde. Zwei ergänzende Themen kommen noch hinzu: a) epistemische Ausdrücke im Diskurs und die Positionierung der einzelnen Diskursakteure; b) vergleichende Diskursanalyse: Diskurse in unterschiedlichen Sprachen/Kulturen.

Zwei Diskurse werden als Beispiel gewählt: Die Erweiterung der Europäischen Union im Jahr 2004 und der Flüchtlingsdiskurs im Jahr 2015. Weitere Diskurse werden in Ihren Referaten angesprochen.

Unterlagen:

Handout zum DIMEAN-Modell

Textbeispiele aus dem Diskurs über die EU-Erweiterung. Die zip-Datei kann mit dem Passwort erfurt geöffnet werden.

Einen Textbespiel aus dem Flüchtlingsdiskurs finden Sie hier.

Ein aus dem Ungarischen übersetzter Zeitungsbericht zum Thema Flüchtlingsdiskurs.